Landesliga Play-Off: Ein Wechselbad der Gefühle

Es war uns klar, dass das Ziel, den Meistertitel zu holen, ein sehr hochgestecktes war. Doch wenn man beim Play-Off antritt, erhofft man sich nicht Platz 2 oder 3, man will ganz oben stehen. Daher hat sich das URW Team sehr intensiv auf dieses Ereignis vorbereitet, einige Körper wehrten sich ein wenig dagegen, dennoch waren alle Spieler (dank diverser Hilfsmittel) fit und in sehr guter Form.

Das Halbfinale gegen Sportivo wurde zum knappen Spiel wie erwartet und befürchtet. Uns war klar, dass ein Unentschieden nicht so unrealistisch war und deshalb wussten wir, jeder Satz und jeder Punkt zählt. Nach den 3 Doppelbegegnungen stand es 2:1 für URW, beide erfolgreichen Doppel wurden in 2 Sätzen gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung bei zahlreichen URW Fans und im Team ausgezeichnet und wir waren zuversichtlich, dass es heute möglich wäre Sportivo zu schlagen. Doch dann zeigten die Schaller Brüder ihr Können im Einzel und weder Marian noch Christoph war es möglich ihnen einen Satz, der für URW so wichtig gewesen wäre, abzunehmen. Als dann auch Theresa ihr Einzel in in der Verlängerung 21:23 verlor standen wir  mit dem Rücken zur Wand und lagen 4:2 zurück. Noch 2 Spiele, kein Satz darf abgegeben werden, dann würden wir durch ein besseres Punkteverhältnis aufsteigen. In diesem Moment weiß man nicht was einem lieber ist, selber zu spielen und das Spielgeschehen in der Hand zu haben, oder ein Teil der fantastischen Fangemeinde zu seine und mitzufiebern. Christoph, Birgit und Gernot hatten keine Wahl, sie mussten ran :-). Gernot konnte dem Druck gut stand halten und brachte sein Einzel in 2 Sätzen über die Bühne, doch Christoph und Birgit konnten auf das risikoreiche Spiel der Gegener nicht antworten und verloren den ersten Satz. Zwar konnten Birgit und Christoph das Mixed dann ziemlich problemlos in 3 Sätzen gewinnen, doch es machte leider keinen Unterschied mehr. Dieser eine Satz entschied über die Niederlage. Spieler und Fans waren geknickt, das erhoffte Finale gegen PRA wurde nicht erreicht. Natürlich wurde gleich analysiert, selbst ein Herbert Prohaska, der wahrscheinlich wenig bis keine Ahnung vom Badminton hat, hätte im Nachhinein gewusst, was falsch gemacht wurde und wo die Fehler lagen. Auch Zitate von berühmten Deutschen, die von Fahrradketten handeln, kreisten in der Halle herum. 

Doch ganz einfach zusammengefasst: Es wurde das befürchtete Unentschieden mit dem unglücklichen Ausgang für URW. In den 4 verlorenen Spielen konnte kein Satz gewonnen werden und Sportivo hat es geschaft einen für sich zu entscheiden, so einfach ist es.

Somit war der Platz im Finale gegen PRA für Sportivo und URW spielte gegen WBH um den dritten Rang. Trotz großer Enttäuschung konnten wir uns nochmals aufbauen und versuchten den Fans nochmals so viel wie möglich zu bieten. Mit einem klaren 7:1 Sieg wurde der 3te Platz erreicht und somit hat Gernot als Mannschaftführer wenigstens ein kleines bronzenes Andecken an diese tolle Saison zu Haus stehen ;-)

PRA konnte sich dann im Finale das erste Mal in der Vereinsgeschichte den Meistertitel sichern. Wer nach dem Grunddurchgang ganz oben in der Tabelle steht, hat es sich verdient. Gratulation!

 

Wir möchten uns bei den zahlreichen URW Fans bedanken, die trotz schönen Wetters und früher Startzeit pünktlich von Anfang bis zum Ende mitfieberten. Ihr habt es geschafft, eine fantastische Stimmung an den Tag zu legen, so macht es einfach viel mehr Spaß zu spielen.

Weiters vielen Dank an Elise für die super schönen Fotos. Nun wissen wir, dass Marian eindeutig der fotogenste URWler ist und er immer den Preis des sportlichsten Fotos erhält :-). Ich persönlich möchte mich an dieser Stelle auch bei Elise bedanken, dass sie sich die letzten Wochen so liebevoll um meine Knie gekümmert hat und ich dadurch schmerzfrei spielen konnte.

 

Die Saison 2012/2013 ist vorbei. Es war wieder einmal ein tolles Badmintonjahr, es wurde viel geschwitzt und trainiert aber umso mehr gelacht, es hat Freude und Spaß gemacht. Vielen Dank an das Team dafür!

Nun heißt es Energie, Sonne und Kraft zu tanken, um dann frisch für die nächste Saison zu sein.